Lizenz¶
Community-Edition (ohne Lizenzschlüssel)¶
Ohne hinterlegten Lizenzschlüssel läuft Vesana in der Community-Edition:
- bis zu 25 Hosts
- 1 Mandant (Tenant)
- alle Funktionen
Das ist kein Demo-Modus — die Community-Edition ist ein vollwertiger, dauerhaft nutzbarer Umfang für kleine Umgebungen. Keine Funktion ist lizenzpflichtig: Agent, Collector, Aktiver Collector, Auto-Discovery, SNMP-Sensor-Picker, MIB-Ablage, Custom Dashboards, KI-Assistent, Log-Sammlung, Reports, Status-Seiten, Anomalien & Prognosen, Mobile App + Push, Custom Roles + granulares RBAC, SSO (OIDC und Active Directory/LDAP), Audit-Log, Soft-Delete + Papierkorb, eingebaute Backups, Multi-API-Replicas — alles ist auch ohne Lizenzschlüssel vollständig enthalten.
Mit Lizenzschlüssel¶
Ein Lizenzschlüssel ist signiert und wird von Vesana ausgestellt. Er ist dauerhaft — er läuft nie ab — und hebt nur die Grenzen an: Mit hinterlegtem Schlüssel gelten die darin enthaltenen Host- und Mandanten-Grenzen, auf Dauer. Funktionen schaltet ein Schlüssel keine frei — sie sind ohnehin alle dabei. Dazu enthält jeder Schlüssel einen Update-Zeitraum von 12 Monaten.
Was gegen Host-/Mandanten-Grenzen zählt: jedes angelegte Gerät und jeder angelegte Mandant — auch Kopien („Host kopieren", „Mandant kopieren") und Wiederherstellungen aus dem Papierkorb. Was im Papierkorb liegt, zählt dagegen nicht: wer löscht, hat sofort wieder Platz. Reicht das Budget nicht, nennt die Meldung die freien Plätze.
Aktuelle Preise und individuelle Angebote: hello@vesana.org.
Reports und Status-Seiten sind Vorschau-Funktionen: Sie erscheinen erst, wenn ein Super-Admin sie freischaltet — mit oder ohne Schlüssel.
Grenzen je Tenant: Ein Tenant ist ohne eigene Grenze unbegrenzt — es gilt nur die Lizenz. Wer einzelnen Tenants (etwa Kunden) eine Obergrenze geben will, setzt sie unter Admin → Lizenz → „Grenzen je Tenant". Eine Grenze verhindert nur neue Einträge; Bestehendes bleibt. 0 heißt: keine neuen.
Tester-Lizenz und Update-Kanal¶
Tester-Lizenzen vergibt Vesana selbst — sie lassen sich nicht selbst beantragen. Eine Instanz mit Tester-Lizenz bekommt die Tester-Versionen (neue Linie 1.<linie>.0), alle anderen nur die für alle freigegebenen Versionen und deren Patches. Eine Tester-Instanz kann unter Admin → System → Updates selbst auf Stable wechseln; zurück stellt nur das Vesana-Team.
Hat Vesana einer Instanz eine Lizenz bereitgelegt, holt die Instanz sie selbst ab — sofern kein eigener Schlüssel eingetragen ist. Ein selbst eingetragener Schlüssel wird nie überschrieben. Eine abgeholte Lizenz wird nachgeführt: Legt Vesana später eine neue bereit (z. B. beim Wechsel von Tester auf eine andere Edition), übernimmt die Instanz sie binnen einer Stunde. Entfernst du die abgeholte Lizenz selbst, holt die Instanz sie nicht wieder.
Schlüssel eintragen und aktivieren¶
- Den Lizenzschlüssel kopieren, den Vesana dir schickt (eine lange Zeichenkette).
- Admin → Lizenz → Schlüssel eintragen, speichern.
Beim Installieren fragt setup.sh auf Wunsch schon nach dem Schlüssel; er steht dann als LICENSE_KEY in der .env neben der Compose-Datei. Liegen zwei Schlüssel vor (Oberfläche und .env), gilt der jünger ausgestellte. Bliebe beim Speichern der Schlüssel aus der .env in Kraft, sagt die Lizenz-Seite das, statt ihn still zu übergehen.
Beim Speichern aktiviert Vesana den Schlüssel für diese Instanz: einmal eine Verbindung zu license.vesana.org, danach läuft alles offline. Gelingt die Aktivierung nicht sofort (kein Internet, Platz belegt), gelten die Grenzen des Schlüssels trotzdem 14 Tage lang voll; Vesana versucht es alle 30 Minuten erneut, Admin → Lizenz zeigt die Frist.
Plätze je Schlüssel: eine Produktions-Instanz und zwei Test-Instanzen. Eine Test-Instanz trägt oben in der Oberfläche dauerhaft das Etikett TEST, und jede ihrer Meldungen beginnt mit „TEST ·". Die Art wählst du unter Admin → Lizenz → Aktivieren.
Was die Aktivierung bindet: die Kennung der Instanz und zwei gesalzene Prüfwerte — einer aus der Datenbank, einer aus der machine-id des Servers. Rohwerte verlassen die Instanz nicht. Ein Datenbank-Restore auf demselben Server oder ein neu aufgesetztes Betriebssystem mit derselben Datenbank laufen still weiter. Eine Kopie auf einem anderen Server zählt als neue Instanz.
Umziehen¶
Neuer Server, gleiche Lizenz: auf dem neuen Server den Schlüssel eintragen. Ist der Platz belegt, nennt Admin → Lizenz den bisherigen Halter (Hostname, letzter Kontakt) und bietet Hierher umziehen an. Die alte Instanz verliert den Platz beim nächsten Online-Kontakt. Erlaubt sind 4 Umzüge in 12 Monaten; mehr über hello@vesana.org.
Offline-Aktivierung¶
Für Umgebungen ohne Internetzugang:
- Admin → Lizenz → Offline-Aktivierung → Anfragedatei herunterladen.
- Die Datei auf einem Rechner mit Internet unter license.vesana.org/activate hochladen. Ist der Platz belegt, bietet die Seite den Umzug an.
- Die Antwortdatei (
vesana-activation.txt) unter Admin → Lizenz → Offline-Aktivierung einspielen.
Danach braucht die Instanz keine Verbindung mehr. Ein Widerruf erreicht eine Instanz ohne Internet nicht.
Online-Kontakt und Widerruf¶
Eine aktivierte Instanz mit Internet meldet sich alle 6 Stunden kurz bei license.vesana.org — nur mit Schlüssel-Kennung, Aktivierungs-Kennung, Laufnummer und den gesalzenen Prüfwerten, sonst nichts. Dieser Kontakt ist vom Instanz-Puls getrennt und lässt sich mit dem Puls nicht abschalten; ohne Schlüssel findet er nicht statt. Daran erkennt das Portal einen Umzug, eine laufende Kopie derselben Aktivierung und einen widerrufenen Schlüssel. Ist der Schlüssel widerrufen, gelten ab diesem Kontakt die Community-Grenzen. Ist das Portal nicht erreichbar, ändert sich nichts.
Bestehende Installationen¶
Instanzen, auf denen schon vor November 2026 ein Schlüssel eingetragen war, aktivieren sich nach dem Update selbst, sofern sie das Internet erreichen. Ohne Internet bleiben 90 Tage für die Offline-Aktivierung; bis dahin ändert sich nichts.
Update-Zeitraum¶
Ein Lizenzschlüssel läuft nicht ab. Er trägt ein signiertes Datum „Updates enthalten bis" (updates_until) — Admin → Lizenz zeigt es neben „Lizenz: Dauerhaft".
- Jede Vesana-Version hat ein Release-Datum: den Tag, an dem ihre Linie (
1.<Linie>.0) erschienen ist. Patches einer Linie (1.<Linie>.1, …) tragen dasselbe Datum — Sicherheits- und Fehlerbehebungen einer Version, die dein Schlüssel abdeckt, bekommst du also immer. - Abgedeckt ist jede Version mit Release-Datum bis einschließlich
updates_until. Die Updates-Seite bietet nur diese Versionen an; neuere stehen dort als „Verlängerung nötig" („Requires renewal"), und das automatische Update überspringt sie. - Nach dem Ende des Update-Zeitraums wird nichts gesperrt. Die Version, die du hast, bleibt lizenziert; Host- und Mandanten-Grenzen gelten weiter, alle Funktionen laufen, Hosts und Mandanten lassen sich bis zur Grenze anlegen. Es gibt keine Frist und keine Sperre. 30 Tage vor dem Ende erscheint unter Admin → Lizenz ein dezenter Hinweis zur Verlängerung, danach der Hinweis „Die Updates endeten am …".
- Ältere Schlüssel tragen statt
updates_untilein Ablaufdatum. Vesana liest es als Ende des Update-Zeitraums — ein neuer Schlüssel ist dafür nicht nötig. - Ohne Schlüssel (Community-Edition) bekommt eine Instanz jede Version.
Alle Prüfungen laufen über die Signatur des Schlüssels und das signierte Release-Datum der laufenden Version — ohne Verbindung zum Lizenzportal, auch ohne Internetzugang. Das Release-Datum steht in einer signierten Datei im Image; ein selbst gebautes oder verändertes Image hat keines und wird von einem Schlüssel mit Update-Zeitraum nicht abgedeckt.
Eine neuere Version installiert¶
Wer eine Version installiert, die nach dem Update-Zeitraum erschienen ist (etwa über VESANA_VERSION oder ein von Hand gezogenes Image), für den gilt der Schlüssel in dieser Version nicht: Es gelten die Community-Grenzen (25 Hosts, 1 Mandant), weiter geht es wie unter Über der Grenze. Ein Banner und Admin → Lizenz nennen den Grund. Zurück geht es auf zwei Wegen:
- eine Version installieren, die bis zum Ende des Update-Zeitraums erschienen ist — dann gelten sofort wieder die Grenzen des Schlüssels, oder
- den Update-Zeitraum verlängern und den neuen Schlüssel eintragen.
Ein Offline-Paket, das nach dem Update-Zeitraum erschienen ist, lehnt die Updates-Seite vor dem Einspielen ab.
Profile der Vesana-Bibliothek: Nach Ende des Update-Zeitraums der Lizenz werden Profile aus der Vesana-Bibliothek nicht mehr aktualisiert, weder automatisch noch von Hand. Installieren bleibt möglich.
Verlängerung & Wechsel¶
Eine Verlängerung fügt dem Update-Zeitraum 12 Monate hinzu: Vesana stellt einen neuen Schlüssel aus, du trägst ihn unter Admin → Lizenz ein (von zwei gültigen Schlüsseln gilt immer der jünger ausgestellte). Verlängerst du rechtzeitig, schließt der neue Zeitraum an den alten an; nach einer Pause beginnt er am Tag der Verlängerung. Der alte Schlüssel bleibt gültig.
Braucht eine Instanz andere Grenzen (z. B. mehr Hosts oder Mandanten), stellt Vesana ebenfalls einen neuen Schlüssel aus. Es ist keine Migration nötig — alle Daten bleiben bestehen, nur die Grenzen ändern sich. Anfragen unter hello@vesana.org.
Wird eine Lizenz durch eine mit engeren Grenzen ersetzt, gilt Über der Grenze.
Über der Grenze¶
Sind mehr Hosts oder Mandanten aktiv, als die wirksame Lizenz erlaubt — kleinerer Schlüssel, Schlüssel entfernt, nicht abgedeckte Version, Aktivierungsfrist vorbei, Widerruf —, gilt:
- Nichts wird gelöscht, und das Monitoring läuft weiter. Neue Hosts und Mandanten lassen sich nur bis zur Grenze anlegen.
- Es beginnt eine Frist von 30 Tagen. Vesana warnt zu Beginn und 14, 7, 3 und 1 Tag vor dem Ende — als Banner, im Diagnose-Log und über die Kanäle aus „Bei neuer Version benachrichtigen" (ohne diese über die Kanäle aktiver Alert-Regeln).
- In der Frist wählst du unter Admin → Lizenz → Über der Grenze, welche Hosts und Mandanten aktiv bleiben. Ohne Auswahl bleiben die zuerst angelegten.
- Nach der Frist pausiert Vesana die überzähligen: Sie werden deaktiviert, wie von Hand deaktivierte Hosts, ohne Alarme und ohne Entwarnung. Konfiguration und Verlauf bleiben vollständig erhalten.
- Mit einer gültigen Lizenz laufen die pausierten sofort weiter — innerhalb einer Minute, ohne weiteres Zutun. Von Hand deaktivierte Hosts bleiben deaktiviert.
Wer pausierte Hosts direkt in der Datenbank wieder einschaltet, bekommt keine neue Frist: Sie werden beim nächsten Durchlauf erneut pausiert.
Instanz-Puls¶
Jede Instanz meldet einmal täglich einen kleinen Datensatz an license.vesana.org. Der Update-Check ist davon getrennt.
Was gemeldet wird — ausschließlich Zahlen, feste Begriffe und Zeitstempel:
| Gruppe | Inhalt |
|---|---|
| Instanz | Kennung, Hostname, Version, Server-Adresse, Installationsdatum, Migrationsstand |
| Plattform | Kernel und Architektur, Zeitzone, Oberflächensprache |
| Lizenz | Edition, ob es eine Tester-Lizenz ist, ob ein Schlüssel in der .env steht |
| TLS | Zertifikats-Modus (aus / ACME / eigenes) |
| Umfang | Anzahl Hosts (nach Modus), Checks (nach Modus), Agents/Collectors online und gesamt, älteste Agent-Version, ob ein Aktiver Collector läuft, Mandanten und Konten |
| Aktivität | Zeitpunkt der jüngsten Anmeldung, Anzahl Konten mit Anmeldung in sieben Tagen |
Was nie gemeldet wird: Geräte- und Mandantennamen, Check-Konfigurationen, Messwerte, Log-Texte und Benutzerkonten (weder Anmeldename noch Anzeigename). Der Datensatz läuft vor dem Versand durch eine feste Liste erlaubter Felder — was dort nicht steht, wird verworfen. Für Diagnosedaten gibt es stattdessen das Support-Bundle, das du bewusst selbst schickst.
Abschalten: VESANA_PULSE=off in der .env neben der Compose-Datei, dann docker compose up -d. Der Update-Check bleibt davon unberührt.
Bis v1.9.437 war das Abschalten wirkungslos
Die Compose-Dateien reichten VESANA_PULSE nicht an den Container durch — die Einstellung stand in der .env, kam dort aber nie an. Wer sie gesetzt hat, prüft nach dem Update einmal, dass die Meldung wirklich aus ist.
Was die Lizenz nicht macht¶
- Sie arbeitet nicht mit Verschleierung — Schutz erfolgt über Signaturen (Schlüssel, Aktivierung, Release-Datum).
- Sie schaltet nie das Monitoring ab und löscht nie etwas. Was über der Grenze liegt, wird erst nach 30 Tagen mit Warnungen pausiert und läuft mit gültiger Lizenz sofort weiter.
- Sie phone-homed keine Monitoring-Daten — was der Instanz-Puls meldet, steht unten vollständig; Mess-, Geräte- und Mandantendaten sind nicht dabei.
Anschluss¶
- Self-Hosting
- Updates — Lizenz-Verlängerung-Workflow