Installation¶
Ein Befehl, als root ausgeführt — mehr braucht es nicht. Empfohlen ist ein
frisches Debian 13 in einer eigenen VM (siehe Voraussetzungen),
es geht aber genauso auf Ubuntu oder neben anderen Diensten:
Falls curl fehlt (minimales Debian), geht auch wget:
Als root, ohne sudo
Der Installer braucht Root-Rechte (Docker, /opt, systemd). Auf Debian ist
sudo oft gar nicht installiert — deshalb vorher als root anmelden:
su - (Debian) bzw. sudo -i (Ubuntu), dann den One-Liner ausführen.
Was der Installer macht¶
[1/6] Checking system – Architektur, RAM, Ports 80/443
[2/6] Installing prerequisites – openssl/curl, Docker (falls nötig)
[3/6] Downloading Vesana – Compose-Datei + Konfigurations-Vorlage
[4/6] Configuration – Server-Adresse, Lizenzschlüssel (optional)
[5/6] Generating secrets – Passwörter, Verschlüsselungs-Schlüssel
[6/6] Starting Vesana – Images laden, Stack starten, auf Health warten
Lange Schritte (Docker-Installation, Image-Download) laufen still im
Hintergrund — die vollständige Ausgabe landet in /var/log/vesana-install.log.
Gefragt wird nur nach zwei Dingen:
- Adresse unter der Vesana im Browser erreichbar sein soll (Vorschlag: die erkannte Server-IP — Enter übernimmt sie)
- Lizenzschlüssel — Enter überspringt ihn (freie Community Edition)
Danach öffnet sich der Weg in den Browser: https://<deine-adresse>/setup
startet den Setup-Wizard. Die Zertifikatswarnung beim ersten
Aufruf ist normal (selbstsigniertes Zertifikat).
Der Installer druckt am Ende einen Setup-Link mit einem einmaligen Code (…/setup?setup_token=…). Öffnest du /setup von Hand, fragt der Assistent nach diesem Code — er steht in der Ausgabe des Installers und in der .env als VESANA_SETUP_TOKEN. So kann in den Minuten zwischen Installation und Abschluss niemand Fremdes die Instanz einrichten. Nach dem Abschluss ist der Code ohne Bedeutung.
Aktiver Collector & erster Netzwerk-Scan¶
Mit der Installation wird automatisch der Aktive Collector eingerichtet (aktive Checks wie Ping/SNMP/HTTP direkt vom Vesana-Server). Er installiert sich selbst, sobald der Setup-Wizard abgeschlossen ist — typisch 1–3 Minuten danach. Beim ersten Kontakt sucht er einmalig nach den erreichbaren Netzen; nach der ersten Anmeldung fragt Vesana, ob es das Netz automatisch einrichten soll — die ersten Geräte erscheinen dann unter Discovery.
Status und etwaige Fehler: Admin → Agents & Collectors → Active-Checker (+ Diagnose-Log).
FIELD_ENCRYPTION_KEY sichern¶
Schlüsselverlust = Datenverlust
Der Installer zeigt am Ende von Schritt 5 den FIELD_ENCRYPTION_KEY an.
Er schützt verschlüsselte Felder (z. B. SNMP-Communities) und ist
bewusst nicht Teil von Backups. Geht er verloren, sind diese Daten
dauerhaft unwiederbringlich.
Sofort nach der Installation:
- Schlüssel aus der Ausgabe kopieren (auch in
/opt/vesana/secrets/) - In einem Passwort-Manager hinterlegen (Bitwarden, 1Password, KeePass)
- Zusätzlich offline oder in einem getrennten Backup ablegen
Unbeaufsichtigte Installation (Automation)¶
Jede Frage hat eine Umgebungsvariable — damit läuft der Installer ohne Terminal (Ansible, cloud-init, CI):
| Variable | Bedeutung |
|---|---|
VESANA_BASE_URL |
Server-Adresse (Pflicht für unbeaufsichtigt) |
VESANA_LICENSE_KEY |
Lizenzschlüssel (leer = Community) |
VESANA_DIR |
Installationsverzeichnis (Default /opt/vesana) |
VESANA_REGISTRY_USER / VESANA_REGISTRY_TOKEN |
Private Registry (Enterprise) |
VESANA_NO_START |
1 = installieren, aber nicht starten |
Re-Run¶
Der Installer ist wiederholbar: existiert /opt/vesana/.env bereits, bleibt
die Konfiguration unangetastet (keine Secrets-Rotation) — er stellt nur
sicher, dass der Stack läuft. Für eine komplette Neuinstallation:
docker compose -f /opt/vesana/docker-compose.prod.yml down -v
(löscht alle Daten!), dann rm /opt/vesana/.env und den One-Liner erneut
ausführen.
Anschluss¶
- Setup-Wizard im Browser — Admin-Account, Organisation, SMTP
- Backup aktivieren — bevor produktiv genutzt wird