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Hosts anlegen

Ein Host in Vesana ist eine konkrete überwachte Maschine oder ein Gerät — ein Linux-Server, ein Switch, eine USV, eine Firewall.

Wege, einen Host zu erzeugen

Weg Wann
Host hinzufügen (Assistent oder Experten-Modus) Einzelnes Gerät, du weißt schon, was es ist
Discovery Netz scannen lassen, Treffer mit vorgewähltem Tenant und Gerätetyp übernehmen
Automatisch einrichten Frische Instanz: Vesana schlägt Geräte und Checks selbst vor
Host kopieren Ähnliches Gerät bereits vorhanden
API Mehrere Hosts per Skript — siehe API

Diese Seite beschreibt „Host hinzufügen" und den Dialog „Check hinzufügen". Für den Scan-Weg siehe Discovery.

Assistent oder Experten-Modus

„Host hinzufügen" öffnest du über den Knopf oben rechts auf der Hosts-Seite, über das „+" in einer Tenant-Gruppe der Geräteliste oder aus Discovery heraus.

Es gibt zwei Ansichten desselben Dialogs, umschaltbar oben rechts:

Ansicht Für wen
Assistent (Standard) Drei geführte Schritte: Gerät → Checks → Verbindung
Experten-Modus Alle Felder auf einem Bildschirm

Die Wahl bleibt pro Browser gespeichert. Beim Umschalten werden alle Eingaben übernommen — auch die einzeln gewählten Checks; nichts geht verloren.

Der Assistent in drei Schritten

Schritt 1 — Gerät

Zuerst der Tenant (durchsuchbares Dropdown), dann „Was möchtest du überwachen?":

Wahl Bedeutung
Linux Server/Workstation mit Agent — misst CPU, RAM, Disk und Dienste direkt auf dem Gerät
Windows dito, mit Agent
Etwas anderes Gerät ohne Agent — Switch, Firewall, USV, NAS, Hypervisor … Geprüft wird vom Server aus (Active-Checker) oder über einen Collector

Kommst du aus Discovery, sind Tenant und Gerätetyp bereits vorgewählt.

Schritt 2 — Checks

Hier entscheidest du, was überwacht wird. Es gibt zwei Türen, als Reiter über der Auswahl:

  • Profil / Vorlage — Geräte-Profile, die einen Satz Checks mitbringen (siehe Profile & Checks)
  • Einzelne Checks — der Katalog: Ping, Website, Port, Zertifikat, SNMP-Sensor, …

Beide Türen lassen sich frei mischen: Profil-Checks und einzelne Checks werden zusammen angelegt, die Summenzeile unten zeigt, wie viele Profile und Checks gewählt sind.

Profile:

  • Bei Linux/Windows steht das empfohlene Basis-Profil in einer eigenen Sektion oben und ist vorausgewählt — auch wenn es lokal noch nicht importiert ist.
  • Mehrere Profile sind kombinierbar, z. B. Windows-Basis plus Hyper-V.
  • Jede Profilkarte zeigt die Check-Anzahl und welche Zugänge das Profil braucht (SNMP, SSH, API). Über „Checks anpassen" wählst du einzelne Checks eines Profils ab.
  • „Alle Profile anzeigen" öffnet die volle Liste inklusive Community-Vorschlägen aus dem Hub. Ein Filter steuert die Vorschläge: Community: nur neue anzeigen (bereits importierte Profile erscheinen nicht doppelt), alle anzeigen oder ausblenden. Lokale Profile bleiben immer sichtbar; importierte tragen die Markierung „importiert".
  • Ein Community-Profil, das noch nicht importiert ist, wird beim Anlegen des Hosts importiert — bei mehreren nacheinander.

Bei einem Agent-Gerät geht es auch ohne Profil weiter: der Agent liefert Basis-Telemetrie, Checks lassen sich jederzeit nachrüsten.

Suche: Das Suchfeld gilt für beide Türen zugleich (ab v1.9.437). Die Reiter zeigen beim Tippen die Trefferzahl je Seite; bleibt die aktuelle Seite leer, nennt ein Hinweis die Treffer der anderen Seite und wechselt per „Anzeigen" dorthin — passt genau ein Profil, wird es dabei direkt ausgewählt. Der Suchbegriff bleibt beim Wechsel erhalten.

Schritt 3 — Verbindung

  • Name — Anzeigename, z. B. „Firewall HQ" oder „srv-01". Darunter zeigt „Interner Name:" live den daraus abgeleiteten Hostname, mit Stift zum Anpassen und Live-Prüfung („belegt" mit Vorschlag / „verfügbar"). Details unter Interner Name.
  • Ziel — IP-Adresse oder DNS-Name. Braucht ein gewählter Check ein Ziel (z. B. Proxmox VE (API) oder ein SNMP-Check), ist das Feld Pflicht und steht in der „Noch nötig"-Liste. Zielen Checks nur nebenbei aufs Netz, kannst du ohne Ziel anlegen — ein Hinweis sagt dir, dass diese Checks erst laufen, sobald ein Ziel eingetragen ist.
  • Prüfen über — erscheint nur, wenn dem Tenant mindestens ein Collector zugewiesen ist: Active-Checker (der Server prüft selbst) oder Collector; bei mehreren Collectors ein Dropdown.
  • Zugangsdaten — es gibt genau drei Zugangsarten am Gerät: SNMP, SSH und API-Zugang. Ihre Abschnitte klappen automatisch auf und sind als „Erforderlich für ausgewählte Checks" markiert, sobald ein gewählter Check sie braucht. Pro Abschnitt wählst du „Gespeicherte Zugangsdaten" (ein im Tenant hinterlegter Zugang wird beim Anlegen übernommen, kein Eintippen nötig) oder „Selbst eingeben". Der API-Zugang besteht aus Benutzer und Passwort / Geheimnis — dieselben zwei Felder nehmen sowohl das Read-only-Konto eines ESXi als auch einen Proxmox-Token auf (Token-ID als Benutzer, Secret als Passwort). Ein Check verlangt nur die Zugangsart, die er wirklich benutzt — eine Geräte-API ohne Anmeldung (z. B. Sonos) fragt gar nichts ab. Eingegebene Zugangsdaten werden verschlüsselt gespeichert; der Browser-Passwortmanager befüllt diese Felder bewusst nicht automatisch (er würde sonst ein fremdes, älteres Passwort einsetzen).
  • Bei Linux/Windows mit Agent gibt es keine Zugangsdaten: der Agent verbindet sich selbst mit dem Server, Token und Install-Befehl kommen nach dem Anlegen.

Links unten steht eine „Noch nötig:"-Liste, die live zeigt, was fehlt („Tenant wählen", „Name vergeben", „mindestens einen Check wählen", „Ziel (IP oder DNS) eintragen — die gewählten Checks brauchen es"). „Host anlegen" wird nie still deaktiviert — die Liste sagt dir immer, warum ein Klick noch nichts bringt.

Beschreibung, Standort und Standort-Override gibt es im Assistenten nicht — die trägst du im Experten-Modus unter „Mehr Details" oder später auf der Host-Seite ein.

Experten-Modus

Alle Felder liegen auf einem Bildschirm mit angeheftetem Footer. Der Ablauf entspricht dem Assistenten, mit diesen Unterschieden:

  • Gerätetyp als drei Pills Linux / Windows / Andere. Bei Linux/Windows gibt es eine Checkbox „Mit Agent (empfohlen)"; ohne Agent bzw. bei „Andere" erscheint „Prüfen über" mit Active-Checker und Collector.
  • Profile wählst du per Checkbox; ein Klick auf die Zeile zeigt nur die Details. Eine Übersichtszeile „Ausgewählt:" listet alle gewählten Profile mit Check-Anzahl — abwählbar per Klick. Auch hier sind mehrere Profile und beide Türen (Profil / Vorlage, Einzelne Checks) kombinierbar.
  • „Mehr Details" (auf-/zuklappbar): Beschreibung (max. 500 Zeichen), Standort (siehe Standorte) und ein eigener Standort-Override mit Geo-Koordinaten.
  • Die Monitoring-Modi (Agent / Collector / Active-Checker) sind additiv: Wählst du einen Check, der einen noch nicht aktiven Modus braucht, wird dieser automatisch dazugenommen — ein Inline-Hinweis nennt ihn. So bekommt ein Linux-Server mit Agent in einem Durchlauf zusätzlich einen SNMP-Check über einen Collector.

Interner Name

Der interne Name (Hostname) wird automatisch aus dem Anzeigenamen abgeleitet, solange du ihn nicht selbst anfasst — nach der ersten manuellen Änderung stoppt die Ableitung. Er ist der Name, unter dem Agent und Collector den Host führen.

Umbenennen

Beim späteren Bearbeiten gilt: Umbenennen des internen Namens kann laufende Zuordnungen unterbrechen, bis Agent oder Collector die neue Config geladen haben. Der Anzeigename lässt sich dagegen jederzeit gefahrlos ändern.

Nach dem Anlegen

Erfolgsscreen mit Agent-Token

Ist ein Agent-Gerät angelegt, zeigt der Erfolgsscreen „Host „…" wurde angelegt." mit Token und Install-Befehl (Reiter für Linux/Windows) — siehe Agent-Installation. Von hier aus geht es mit „Weitere Geräte hinzufügen" direkt in den nächsten Dialog oder mit „Weiter zum Host" auf die Host-Seite.

Schlägt die Token-Erzeugung fehl, steht dort stattdessen: „Der Agent-Token konnte nicht erzeugt werden — du kannst ihn jederzeit auf der Host-Seite über „Agent einrichten" generieren."

Übersprungene Checks

Konnte ein gewählter Check nicht angelegt werden, listet der Erfolgsscreen „{n} Checks wurden dabei übersprungen:" mit Grund je Check:

  • braucht den Agent-Modus — der Host ist nicht agent-verwaltet
  • braucht ein Ziel (IP oder Hostname) — am Host nicht gesetzt
  • wurde zwischenzeitlich gelöscht
  • existiert bereits

Nachrüsten geht jederzeit über „Check hinzufügen".

Duplikate

Ein bereits vergebener interner Name wird serverseitig abgelehnt und im Dialog als Fehler angezeigt. Zusammen mit der Live-Prüfung im Namensfeld verhindert das die meisten Duplikate schon vor dem Absenden.

„Check hinzufügen" auf der Host-Seite

Auf der Host-Seite rüstest du Checks über „Check hinzufügen" nach. Der Dialog nutzt dieselben zwei Türen wie das Anlegen — Profil / Vorlage und Einzelne Checks — samt gemeinsamer Suche über beide (ab v1.9.437).

Ausführung: Der Dialog zeigt immer alle drei Wege als Kacheln (ab v1.9.437) — Agent, Collector, Active-Checker — jeweils mit Online-Zustand. Was der Host noch nicht hat, richtest du direkt von der Kachel aus ein:

Kachel Wenn es fehlt
Agent — prüft direkt auf dem Gerät (CPU, RAM, Dienste, Logs) „Agent einrichten" öffnet Token und Install-Befehl; mit „Weiter zu den Checks" geht es zurück in die Auswahl. Ein bestehender Token bleibt gültig, außer du erstellst ausdrücklich einen neuen — das macht den alten ungültig
Collector — prüft aus dem Kundennetz (SNMP, Ping, SSH) „Collector zuweisen": bei genau einem Collector im Mandanten ist er vorausgewählt, bei mehreren wählst du aus einer durchsuchbaren Liste mit Online-Zustand. Gibt es noch keinen, führt ein Link zur Mandanten-Seite
Active-Checker — der Vesana-Server prüft selbst (Ping, HTTP, SSL) „Ziel eintragen": IP-Adresse oder DNS-Name des Geräts

Weitere Felder im Dialog:

  • Ziel (optional) je Check — Standard ist die IP/DNS des Hosts; hier trägst du eine abweichende Adresse ein (z. B. eine zweite Schnittstelle). Braucht ein Check ein Ziel und der Host hat keins, öffnet sich die Eingabe gleich und wird danach übernommen.
  • Name des Checks — steht direkt in der Zeile des gewählten Checks und lässt sich dort ändern. Wählst du denselben Typ mehrfach (etwa neun Websites), bekommen die Checks von selbst fortlaufende Namen („Website“, „Website 2“, …) — auch gegen schon vorhandene Checks des Hosts. Ein eigener Name ersetzt die Nummer.
  • Braucht ein gewählter Check SNMP oder SSH und der Host hat noch keine Zugangsdaten, fragt der Dialog sie an Ort und Stelle ab.

Zum Weiterarbeiten auf der Host-Seite (Checks bearbeiten, Bulk-Aktionen, Tags) siehe Host-Detail-Seite.

Regeln im Hintergrund

Beim Anlegen der Checks gelten Prüfungen, die du in der Oberfläche nicht umgehen kannst:

  • Agent-Checks → der Host braucht einen Agent-Token
  • Collector-Checks → der Host muss einem Collector desselben Mandanten zugewiesen sein; ein Collector eines anderen Mandanten wird abgewiesen (ab v1.9.437). Der Aktive Collector bleibt für alle Mandanten wählbar
  • Netzwerk-Checks (Ping, Port, SNMP, SSH …) → IP-Adresse oder DNS-Name Pflicht
  • Intervall zwischen 10 s und 7 Tagen
  • Der Check-Typ ist nach dem Anlegen unveränderlich — für einen anderen Typ legst du den Check neu an

Host kopieren

Statt neu anzulegen wählst du in der Geräteliste oder Struktur-Spalte per Rechtsklick Host kopieren. Der Dialog fragt Host-Name, Anzeigename, IP-Adresse und Ziel-Tenant (Standard: gleicher Tenant). Das ist auch der Weg, ein Gerät in einen anderen Tenant zu bringen — Verschieben über die Struktur geht nur innerhalb des eigenen Tenants (siehe Hosts-Seite & Struktur).

Anschluss