Agent-Versionierung¶
Agents und Collectors aktualisieren sich automatisch. Die passenden Binaries kommen mit jedem Vesana-Update auf den Server; Agents und Collectors holen sie beim nächsten Abruf ihrer Konfiguration.
Mechanismus¶
sequenceDiagram
participant A as Agent / Collector
participant S as Vesana-Server
loop beim Config-Abruf (Agent alle 5 Min, Collector jede Minute)
A->>S: Konfiguration abrufen
S-->>A: Konfiguration + aktuelle Version + Download-Adresse
alt Server-Version neuer als eigene
A->>S: Binary laden
A->>S: Signatur (<binary>.sig) laden
A->>A: Signatur prüfen (sonst kein Update)
A->>A: Binary ersetzen
A->>A: Neustart (systemd / Windows-Dienst)
end
end
- Version: Agent und Collector tragen dieselbe Versionsnummer wie der Vesana-Server (
v1.<linie>.<patch>). Nach einem Server-Update ziehen die Agents innerhalb von etwa 5 Minuten nach, Collectors innerhalb einer Minute. - Nur vorwärts: Ist die Version des Servers nicht neuer als die eigene, passiert nichts. Ein Agent macht von sich aus nie ein Downgrade.
- Download-Adresse: die Server-Adresse, die der Agent selbst verwendet (auch am Agent-Gateway oder bei abweichendem HTTPS-Port), sonst die eingetragene Agent-Server-Adresse. Ein gepinntes Zertifikat gilt auch für den Update-Download.
- Prüfungen vor dem Ersetzen: Die Datei muss eine echte Programmdatei sein (eine HTML-Fehlerseite wird nie installiert) und höchstens 256 MiB groß.
- Linux-Agent: Die Binary wird ersetzt, der Agent beendet sich, systemd startet ihn neu (
Restart=always). - Windows-Agent: Die laufende Binary wird in
vesana-agent.exe.oldumbenannt, die neue an ihre Stelle gelegt; eine kurzlebige geplante Aufgabe startet den Dienst neu. - Collector und Aktiver Collector: Der Dienst legt das geprüfte Update nur bereit. Ein root-Helfer (eine systemd-Pfad-Unit, beim Collector
vesana-collector-update.path) prüft die Signatur erneut, ersetzt die root-eigene Datei unter/opt/vesana-collectorbzw./opt/vesana-active-collectorund startet den Dienst neu. Ein abgelehntes Update ersetzt nichts, der Grund steht im Journal. Details: Collector.
Signierte Updates¶
Jede Agent- und Collector-Binary, die Vesana ausliefert, trägt eine Signatur des Herstellers (Datei <binary>.sig daneben). Agent und Collector prüfen sie vor jedem Selbst-Update gegen Schlüssel, die fest in ihnen eingebaut sind:
- Fehlt die Signatur oder passt sie nicht, gibt es kein Update. Der Agent läuft auf seiner Version weiter, die Überwachung ist nicht betroffen. Im Agent-Log steht der Grund; der nächste Versuch für dieselbe Version kommt nach einer Stunde.
- Signiert wird beim Hersteller, nie auf deiner Instanz. Der Vesana-Server liefert Binary und Signatur nur aus. Selbst ein übernommener Vesana-Server kann einem Agent deshalb keine fremde Binary unterschieben — das schützt auch Agent Lock gegen einen Austausch der Binary.
- Kein Zurück auf ältere Versionen: Die Signatur deckt Produkt, Version, Betriebssystem, Architektur, Prüfsumme und Größe ab. Eine ältere, echt signierte Version nimmt ein Agent nicht an.
- Die Prüfung lässt sich nicht abschalten — auch nicht vom Server aus.
Die Erstinstallation prüft keine Signatur; sie ist über TLS bzw. den Zertifikats-Pin geschützt. Selbst gebaute Binaries tragen keine Hersteller-Signatur; ein Agent nimmt sie deshalb nicht als Update an, sie lassen sich nur über den Installer einspielen.
Welche Version läuft¶
In Vesana:
- am Agent-Chip auf der Host-Seite und unter Host verwalten → Verbindung („Online · v1.…"),
- für die ganze Flotte unter Admin → Agents & Collectors → Agent Lock (Spalte „Version").
Auf der Maschine:
vesana-agent --version # Linux
& "$env:ProgramFiles\Vesana Agent\vesana-agent.exe" version # Windows (PowerShell)
Was es nicht gibt¶
- Kein Pausieren je Host und kein „Update jetzt anfordern". Jeder Agent folgt der Version seines Servers. Ein Neustart des Dienstes löst kein Update aus; geprüft wird beim nächsten regulären Config-Abruf.
- Kein automatischer Rollback. Geht der Vesana-Server auf eine ältere Version zurück, bleiben die Agents auf ihrer neueren Version (kein Downgrade). Eine ältere Agent-Version bekommt eine Maschine nur über eine Neuinstallation.
- Keine Update-Steuerung in der Agent-Config. Wer auf einer Instanz früher die Verteilung „Nur offline" eingestellt hatte, behält das: Agents dieser Instanz bekommen keine Update-Adresse und aktualisieren sich nicht. In der Oberfläche lässt sich das nicht mehr einstellen.
Windows-Setup-Assistent¶
vesana-agent-setup.exe ist nicht die nackte Binary, sondern ein Setup-Assistent. Der Download aus Vesana (Dialog „Agent einrichten") trägt die Server-Adresse schon vorausgefüllt und, wenn nötig, den Zertifikats-Fingerabdruck. Der Assistent:
- fragt Server-URL und Token ab (still:
/S /TOKEN=… /SERVER=…), - installiert das Programm nach
C:\Program Files\Vesana Agent\, - sperrt
C:\ProgramData\Vesana\Agentauf SYSTEM und Administratoren und legt dort dieconfig.yamlneu an, - registriert den Windows-Dienst
VesanaAgentund startet ihn.
Der Assistent ist nur für die Erstinstallation; danach aktualisiert sich der Agent selbst.
Anschluss¶
- Updates (Server-Stack) — Updates des Vesana-Servers, die neue Agent-Versionen mitbringen
- Agent — Installation und Troubleshooting
- Troubleshooting