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Geräte-Kompatibilität

Übersicht, für welche Geräte im Community Hub fertige Profile bereitstehen, und worauf du bei bestimmten Herstellern achten solltest. Profile werden laufend gegen echte Geräte nachgezogen — fehlt dein Modell, hilft meist trotzdem ein Profil aus derselben MIB-Welt als Startpunkt (klonen + anpassen, siehe Profile bearbeiten).

Netzwerk

Hersteller Profile Hinweis
Ubiquiti UniFi Switch, Access Point, Dream Machine, Network Controller eigene MIB-Welt je Gerätetyp
Aruba / HPE Instant On Instant-On-Switch getrennt von ProCurve/Aruba-CX Instant On spricht nur IF-MIB + Standard-PoE, kein herstellerspezifisches MIB
HPE ProCurve eigenes Profil ProCurve/Aruba-CX ≠ Instant On — nicht austauschbar
Cisco Catalyst eigenes Profil (IOS-MIB-Welt) nicht kompatibel mit SG/CBS — siehe unten
Cisco Small Business (SG/CBS) eigenes Profil eigene MIB-Welt, getrennt von Catalyst
MikroTik Router-Profil + Switch-Profil getrennt RouterOS-MIB
Fortinet FortiGate Firewall-Profil
SonicWall (Gen7) Firewall-Profil, gegen SonicOS 7.3 verifiziert siehe Eigenheiten unten
OPNsense Firewall-Profil (REST-API) nicht per SNMP oder Shell — siehe Eigenheiten unten

Warum Catalyst und SG/CBS getrennte Profile sind: Cisco Catalyst (klassische IOS-Geräte) und die Small-Business-Serie (SG/CBS) sprechen unterschiedliche MIB-Bäume. Ein Profil für das eine Gerät liefert auf dem anderen falsche oder gar keine Werte — deshalb bewusst zwei Profile statt eines gemeinsamen. Dasselbe gilt für ProCurve/Aruba-CX gegenüber Instant On.

Storage / NAS

Hersteller Profile
Synology NAS-Profil (SNMP, Disk-/Volume-Aggregation, SMART je Einschub)
QNAP NAS-Profil
UGREEN NASync NAS-Profil über den Linux-Agent (UGOS Pro ist Debian-basiert): SMART-Plattengesundheit + -Temperaturen, RAID (mdadm), btrfs-Pool-Integrität, System-Temperatur/Lüfter, SMB-Dienst, NAS-Übersicht mit Diskbay-Panel; opt-in Docker + USV (NUT)

Strom

Hersteller Profile
APC UPS-Profil

Virtualisierung / Server

Plattform Profil Hinweis
VMware ESXi Host-Profil (vSphere-API) Read-only-Konto, keine Shell nötig — siehe Eigenheiten unten
Proxmox VE Host-Profil · „Proxmox VE (API)" Über API-Token überwachen
Hyper-V Windows-Hyper-V-Host-Profil
Windows Server generisches Agent-Profil CPU/RAM/Disk/Services/Eventlog
Linux Server generisches Agent-Profil CPU/RAM/Disk/Services, läuft auch über SSH (passiv)

Drucker

Herstellerprofile für HP, Brother, Lexmark, Canon, Xerox, Kyocera und Ricoh — Tonerstand, Papierstau, Seitenzähler über SNMP (Standard-Printer-MIB, meist herstellerübergreifend kompatibel).

Geräte-Eigenheiten

ESXi — überwacht über die vSphere-API, nicht per Shell

VMware ESXi wird über die vSphere-API überwacht. Ein Konto mit der Rolle Read-only genügt — Shell-Zugang wird nicht gebraucht, und ESXi lässt ohnehin nur Administrator-Konten in die Shell (auch wenn am Konto „Shell access" gesetzt ist, meldet ESXi ein Nicht-Admin-Konto beim SSH-Login ab). Gemessen werden CPU, Speicher, Datastore-Auslastung und -Erreichbarkeit, laufende/gestoppte VMs, Netzwerk-Uplinks, Hardware-Sensoren, Verbindungszustand, Laufzeit und ausstehende Neustarts. Alle Checks eines Geräts teilen sich einen Abruf pro Zyklus.

Das Profil kommt aus dem Community Hub und liest die Messgrößen über ein einziges, editierbares Script (in der Scripts-Bibliothek einsehbar) — für „eine VM steht" oder „der Host ist neu gestartet" wählst du die dafür passende Messgröße mit der richtigen Schwellwert-Richtung (z. B. „VMs not running" statt „VMs running", „Uptime" mit unterer statt oberer Grenze).

OPNsense — REST-API statt SNMP oder Shell

OPNsense wird über die REST-API überwacht, nicht über SNMP und nicht über die Shell. Ein Konto ohne Shell-Zugang genügt — es braucht nur das Recht „Lobby: Dashboard" (das jeder Benutzer ohnehin hat) plus die Rechte der jeweils genutzten Status-Seiten (System-Status, Gateways, Dienste, Schnittstellen, IPsec/OpenVPN). Grund für den Wechsel weg von SNMP: OPNsense liefert die für Firewalls üblichen SNMP-Zählwerte (z. B. PF-Statuszähler) über sein SNMP-Plugin nicht, und die Shell verlangt wie bei ESXi ein Administrator-Konto.

Synology — SMART-Werte je Einschub

Zusätzlich zum Disk-Status liest das Synology-Profil je Einschub den SMART-Zustand: Zustand laut DSM (normal/warning/critical/failing — dieselbe Einstufung wie im DSM-Speicher-Manager unter „Zustand"), Restlebensdauer in Prozent und Bad-Sector-Zahl. Was ein Laufwerk nicht meldet (SSDs melden meist keine Bad-Sector-Zahl, HDDs keine Restlebensdauer), bleibt Text „nicht gemeldet" und wird nie als Zahl ausgegeben. Die Geräteansicht zeigt die Werte je Einschub im Reiter „Gerät".

Zähler-OIDs ohne absolute Schwellwerte

SNMP-Zähler wie Interface-Fehler oder STP-Topology-Changes zählen seit dem letzten Geräte-Neustart hoch — sie erreichen irgendwann jeden beliebigen Schwellwert, unabhängig davon, ob gerade wirklich ein Problem vorliegt. Profile im Hub setzen auf solche Checks bewusst keine absoluten CRITICAL/WARNING- Schwellwerte; stattdessen werden sie als Trend/Summe im Graph dargestellt (reine Information, kein Alarm). Wenn du selbst einen Zähler-Check baust: gleiches Prinzip — absolute Schwellwerte auf einen monoton steigenden Zähler enden zuverlässig in Dauer-CRITICAL.

auto_add — nicht jeder Check ist sofort aktiv

Manche Profile-Checks sind mit auto_add=false markiert und werden beim Anwenden eines Profils nicht automatisch auf den Host gelegt. Betrifft vor allem Management-Port-/SSL-/SSH-Checks, die auf abgesicherten Geräten (z. B. Management-Interface nur im LAN erreichbar) chronisch rot wären, oder Checks, die je nach Geräte-Generation unterschiedliche Werte liefern und deshalb nicht pauschal aktiviert werden sollten (z. B. SonicWall-RAM-Meldung je nach Generation). Die Check-Beschreibung im Profil erklärt jeweils, wann du ihn manuell dazuschalten solltest — Aktivierung über Profile bearbeiten bzw. direkt am Host in der Service-Liste.

Geräte-Snapshot + Visualisierung

Geräteprofile im Hub bringen in der Regel einen Check mit, der die Detailansicht des Hosts mit einer passenden Visualisierung füllt (Reiter „Gerät": Switch-Portkarte, Firewall-Panel, NAS-Diskbay, USV-Panel — je nach Gerätetyp). Ohne einen solchen Check bleibt die Detailseite auf die reine Check-Liste beschränkt. Der Schnappschuss muss nicht per SNMP kommen: Jeder Check, dessen Konfiguration einen snapshot_type trägt (z. B. „NAS Overview" im UGREEN-Profil über den Agent), füllt dasselbe Panel — das passende Visual wird beim Import automatisch gesetzt, und neben einem bestehenden Snapshot-Lieferanten wird kein SNMP-Check gesetzt, den am Agent-Host niemand ausführen könnte. Das Panel zeigt immer den letzten Lauf.

Sonos-Lautsprecher werden über ihre lokale HTTP-Schnittstelle (Port 1400) überwacht — Erreichbarkeit mit Modell, Firmware, Verbindungsart (Kabel/WLAN/Heimkino-Satellit), optional WLAN-Signal und Akku (Move/Roam). SSH oder SNMP gibt es dort nicht; die Discovery erkennt Sonos auch über VLAN-Grenzen hinweg (Ports 1400/7000, Geräte-Zertifikat auf 1443).

MIB-Wissen

Vendor-spezifisches OID-Wissen (eigene MIB-Snippets, Sensor-Picker) ist Teil der Host-Dokumentation: MIB-Snippets.

Anschluss