title: Automatisches Setup description: Discovery → „Automatisch einrichten": Netze durchsuchen, Geräte erkennen, Zugangsdaten prüfen, Hosts mit Checks anlegen — und was übrig bleibt als Aufgabenliste. last_verified: 2026-09-02
Automatisches Setup¶
Das Automatische Setup nimmt die Ergebnisse der Discovery und macht daraus überwachte Hosts: Gerätetyp bestimmen, gespeicherte Zugangsdaten am Gerät prüfen, Host anlegen, die Checks des passenden Geräteprofils aktivieren und nach den ersten Messwerten prüfen, ob die Checks wirklich liefern. Was Vesana nicht allein entscheiden kann, erscheint als Aufgabe.
Du findest es unter Discovery → Automatisch einrichten. Nach der ersten Anmeldung auf einer frischen Instanz fragt Vesana genau einmal, ob du automatisch oder manuell einrichten willst — „Automatisch einrichten" führt direkt auf diesen Reiter, „Manuell einrichten" lässt ihn trotzdem jederzeit erreichbar.
Drei Zusagen, die im Start-Fenster stehen und die der Lauf einhält:
- Angelegt wird nur, was eindeutig erkannt ist. Alles andere wird zur Aufgabe — ein Gerät wird nie geraten.
- Neue Hosts alarmieren erst, wenn die ersten Messwerte da sind.
- Zugangsdaten werden nicht blind durchprobiert. SSH wird genau einmal mit deiner Eingabe geprüft.
Voraussetzungen¶
- Berechtigung Hosts → Erstellen zum Starten und Bearbeiten; Zugangsdaten → Verwalten, um im Start-Fenster Zugangsdaten zu hinterlegen.
- Ein Collector des Tenants oder der Aktive Collector („Aktiver Collector (Server prüft selbst)" — zählt für jeden Tenant, sieht aber nur, was der Server selbst erreicht). Ein Collector eines anderen Tenants wird abgewiesen.
- Für Switches, Firewalls, NAS und USVs: SNMP am Gerät aktivieren und UDP 161 aus dem Collector-Netz freigeben. Ohne SNMP werden diese Geräte zur Aufgabe.
Start-Fenster¶
„Einrichtung starten" öffnet eine Kontrolle, bevor etwas passiert:
| Abschnitt | Inhalt |
|---|---|
| Diese Netze werden durchsucht | alle bekannten Netze des Tenants mit Herkunft und „N Geräte bekannt"; abwählen oder per „Netz hinzufügen" (CIDR) ergänzen. Ausgeschlossene Netze sind aufklappbar. Große Netze sind als „langer Scan" markiert. Darunter: „Durchsucht wird von: …" mit den beteiligten Collectors (offline markiert). |
| SNMP vorher aktivieren | der Hinweis von oben — für SNMP-Geräte ohne SNMP entsteht sonst nur eine Aufgabe. |
| Zugangsdaten für die Prüfung | die Zugangsdaten-Sets des Tenants. „Zugangsdaten hinterlegen" legt hier direkt ein neues Set an (SNMP v2c, SNMP v3, SSH, API-Token) — im Zugangsdaten-Safe des Kunden gespeichert, also auch später beim Host-Anlegen verfügbar; Einträge lassen sich hier auch wieder entfernen. Ohne SNMP-Community: „SNMP Community für bessere Ergebnisse angeben." |
| Netze jetzt neu durchsuchen (empfohlen) / Vorhandenen Stand verwenden | ob der Lauf einen frischen Netz-Scan anstößt oder mit den letzten Discovery-Ergebnissen arbeitet („zuletzt vor …"). Ist kein Collector online, bleibt nur der vorhandene Stand. |
| Ordner für neue Hosts (optional) | Ziel-Ordner in der Host-Struktur für alle Hosts, die dieser Lauf anlegt. |
Pro Tenant läuft höchstens ein Lauf; „Einrichtung starten" bei laufendem Lauf zeigt den laufenden Stand. Bei mehreren Tenants merkt sich der Reiter den zuletzt gewählten Kunden; andere aktive Läufe stehen als „Auch aktiv: …" im Kopf.
Ablauf eines Laufs¶
Erkennen → Zugangsdaten prüfen → Checks anlegen → verifizieren. Der Kopf zeigt den echten Zustand: Netzwerk-Suche läuft (mit Fortschritt der Scans) · Einrichtung läuft („N von M Geräten beurteilt", „N Checks angelegt") · N Aufgaben offen · Einrichtung abgeschlossen · Einrichtung wurde beendet.
Pro Gerät entscheidet Vesana anhand derselben Merkmale wie die Discovery (Identitäts-Ampel, offene Ports, SNMP-Antwort):
- Windows- und Linux-Rechner (auch Proxmox-Hosts) gehen den Agent-Weg — sie werden nicht nach SNMP gefragt. Gibt es für das System kein spezielles Profil, nimmt Vesana das Grundprofil des Betriebssystems.
- SNMP-Geräte (Switches, Firewalls, NAS, USVs, Drucker): Vesana probiert die gespeicherten SNMP-Zugangsdaten des Tenants am Gerät (v2c-Communities und v3-Sets), legt bei Erfolg den Host mit dem erkannten Geräteprofil an und aktiviert dessen Checks.
- Geräte werden neu beurteilt, sobald der Netz-Scan vollständige Daten liefert — solange er läuft, fragt Vesana nicht nach dem Gerätetyp, weil sich die Frage meist von selbst erledigt. Eine Bestätigung, die du selbst gegeben hast, wird nie überschrieben.
- Geräte, die bereits als Host existieren, sind keine Aufgabe: sie stehen unter Bereits überwacht.
Ein Lauf, der nach 30 Minuten kein einziges Gerät gesehen hat, endet mit leerer Bilanz. Ein Lauf, der zwei Wochen lang nur auf dich wartet, gilt als abgeschlossen — offene Geräte kommen im nächsten Lauf wieder. Meldet sich ein beteiligter Collector nicht mehr, sagt der Kopf das („Collector X meldet sich nicht. Die Einrichtung pausiert …"), statt still stehen zu bleiben.
Stillhalten und Verifikation¶
Frisch angelegte Hosts bekommen eine Setup-Downtime: Sie alarmieren nicht, bis die ersten Messwerte da sind — die Zeile zeigt „wartet auf erste Messwerte" und die Uhrzeit der Bewertung. Etwa 12 Minuten nach dem Anlegen bewertet Vesana jeden angelegten Check:
- Liefert Werte → bleibt.
- Meldet, dass das Gerät diesen Wert nicht kennt (z. B. eine OID, die es auf diesem Modell nicht gibt) → wird entfernt („N Checks nach der Prüfung entfernt — anzeigen" an der Zeile, in der Bilanz „als tot entfernt").
- Antwort ausgeblieben (Timeout, falsche Community) → bleibt und wird nur gemeldet — ein Aussetzer ist kein Beweis.
- Nie ein erstes Ergebnis → wird entfernt.
Blieb kein Check übrig, ist das Gerät nicht eingerichtet: Es bekommt die Aufgabe Zugangsdaten nachtragen („Alle N angelegten Checks blieben ohne Ergebnis und wurden entfernt — vermutlich passen die Zugangsdaten nicht"). Die Setup-Downtime endet mit der Bewertung, spätestens nach zwei Stunden.
Geräteliste und Filter¶
Eine einzige Liste — kein Gerät steht an zwei Stellen. Die Zahlen über der Liste sind Filter:
| Filter | Enthält |
|---|---|
| Offene Aufgaben | Geräte, bei denen du dran bist — gruppiert nach Aufgabenart (siehe unten) |
| In Bearbeitung | Vesana arbeitet gerade, inklusive „wartet auf erste Messwerte" |
| Eingerichtet | Host mit Checks angelegt und verifiziert |
| Bereits überwacht | war schon vor dem Lauf ein Host |
| Übersprungen | von dir mit „Nicht übernehmen"/„Entfernen" ausgenommen, oder wegen Lizenz nicht angelegt |
| Fehlgeschlagen | mit Ursache und „Wiederholen" |
| Alle | alles |
Dazu eine Suche (Name, IP). Jede Zeile zeigt Name und Herkunft des Namens, die Erkennungs-Pille wie in der Discovery (samt „VM auf Proxmox"), woran das Gerät erkannt wurde („offene Ports 22, 443", „antwortet auf SNMP", „vermutlich Synology"), was als Nächstes passiert oder warum gerade nichts geht, sowie nach dem Anlegen „N Checks", „Host öffnen", „N Checks nicht angelegt — Gründe anzeigen".
Aktionen pro Zeile: Wiederholen und Entfernen. „Wiederholen" gilt nur für Geräte mit offener Aufgabe, übersprungene und fehlgeschlagene (ab v1.9.439) — ein fertig eingerichtetes Gerät wird nicht mehr versehentlich neu beurteilt und ein beendeter Lauf nicht wieder geöffnet; in jedem anderen Zustand steht der Grund im Klartext. Nach einem Wiederholen startet die Einrichtungs-Schonfrist des Geräts neu. „Entfernen" heißt („Dieses Gerät nicht einrichten" — auch in künftigen Läufen nicht; „Wiederholen" holt es zurück).
Aufgabenarten¶
Aufgaben stehen unter ihrer eigenen Überschrift, damit 14 stumme Switches eine Gruppe sind und nicht 14 Karten.
| Aufgabe | Wann | Was du tust |
|---|---|---|
| SNMP-Zugang klären | Das Gerät antwortet auf SNMP, aber keine gespeicherten Zugangsdaten passen — oder es antwortet gar nicht auf SNMP | „SNMP-Zugangsdaten eintragen": v2c (Community) oder v3 (Benutzer + Passwörter; Verfahren erkennt Vesana selbst), gespeichertes Set wählen oder neu eingeben, dann „Prüfen & übernehmen". Die Eingabe wird sofort am Gerät geprüft; passt sie, wird sie als Zugangsdaten-Set gemerkt und auf alle wartenden Geräte angewendet — bei zwanzig Switches reicht eine Eingabe. Scheitert die Prüfung, steht dabei, welche Community geprüft wurde und von welchem Collector aus — ein Gerät in einem anderen VLAN ist von dort ggf. nicht erreichbar. Geräte, die nur SNMPv1 sprechen, werden erkannt und laufen danach auf v1. |
| SSH-Zugang klären | Das Gerät wird über SSH abgefragt | „SSH-Zugang eintragen": Benutzer und Passwort oder Schlüssel (Port optional). Wird genau einmal am Gerät geprüft und gemerkt — gespeicherte Zugänge werden nie durchprobiert. |
| Agent installieren | Windows-/Linux-Rechner | „Agent installieren" öffnet den Installations-Befehl (Linux-Einzeiler; für Windows Installer und PowerShell-Variante — bei erkanntem Windows steht der Windows-Reiter vorne). Kopieren, auf dem Gerät ausführen, fertig: Sobald der Agent sich meldet, legt Vesana die Checks an und die Aufgabe verschwindet. Kein Häkchen nötig. |
| Gerätetyp bestätigen | Die Erkennung ist nicht eindeutig oder es gibt kein passendes Profil | Erst die einfache Frage: „Erkannt als Proxmox VE. Stimmt das?" → Ja, übernehmen. Bei Nein, anderes wählen durchsucht die Auswahl den ganzen Katalog (lokale und Community-Profile; Community-Profile werden beim Übernehmen geladen). Vorgeschlagen wird nur, was Vesana wirklich erkannt hat. Gibt es weitere gleich erkannte Geräte, fragt Vesana: „Auf N weitere gleich erkannte Geräte anwenden". Erledigt sich eine Rückfrage durch neue Scan-Daten, steht das im Verlauf. |
| Zugangsdaten nachtragen | Das Geräteprofil braucht einen API-Token, eine Community oder einen SSH-Zugang, den es noch nicht gibt — oder alle Checks blieben ohne Ergebnis | Genau das fehlende Feld eintragen (gespeichert oder neu), dann läuft die Einrichtung weiter. Braucht ein Profil mehreres, sagt es „Danach fehlt noch: …". |
| Keine Antwort | Das Gerät hat auf keine Prüfung geantwortet | SNMP am Gerät aktivieren und „Alle N neu scannen" (gezielter Scan nur dieser Geräte), Zugangsdaten eintragen — oder das Gerät entfernen. |
Agent und Geräteprofil nebeneinander¶
Ein erkannter Proxmox-Host, ein NAS oder eine Windows-Maschine kann beides bekommen: den Agent für Werte von innen und ein Geräteprofil für Werte von außen. An der Agent-Aufgabe erscheint dann „Checks aus {Profil} anlegen" — aber nur, wenn das Profil wirklich etwas anderes misst als der Agent (sonst würde es nur wiederholen, was ohnehin passiert). Wählst du beide Wege, entstehen auch die Checks beider. Fehlen dem Profil Zugangsdaten (z. B. ein Proxmox-API-Token), folgt die Aufgabe „Zugangsdaten nachtragen".
Sammel-Aktionen¶
Für große Netze:
- Auswahl über die Checkboxen → Wiederholen oder Nicht übernehmen für alle markierten; „Auswahl aufheben". Fertig eingerichtete Geräte lassen sich nicht auswählen; werden beim Sammel-Wiederholen Geräte übersprungen (in Bearbeitung oder bereits eingerichtet), steht das als Hinweis in der Sammelleiste statt eines stillen „0 wiederholt".
- „Befehle für alle N Geräte" an der Gruppe „Agent installieren": ein Fenster mit einem Linux-Befehl pro Gerät — „Alle kopieren" oder „Als Datei speichern". Für Windows-Geräte den Einzel-Dialog der Zeile nutzen.
- Sammel-Bestätigung baugleicher Geräte beim Gerätetyp (siehe oben).
- „Alle N neu scannen" an der Gruppe „Keine Antwort".
Jede Aktion meldet einen Fehlschlag direkt an der Zeile.
Lizenz-Hostgrenze¶
Passt kein weiterer Host in die Lizenz (oder ist sie abgelaufen), legt der Lauf das Gerät nicht still an: Es landet unter „Übersprungen" mit dem Grund („Die Lizenz erlaubt keine weiteren Hosts (N von M belegt) — „hostname" wurde nicht angelegt"). Hosts löschen oder Lizenz erweitern, dann „Wiederholen". Gelöschte Hosts im Papierkorb belegen dabei kein Kontingent.
Beenden¶
„Einrichtung beenden" zeigt vorher, was das bedeutet: Es werden keine weiteren Geräte eingerichtet, offene Aufgaben entfallen, bereits angelegte Hosts alarmieren wieder. Haben Geräte schon einen Host, aber noch keine Checks, listet der Dialog sie: „Diese leeren Hosts entfernen" räumt sie auf Wunsch weg — sonst bleiben sie als leere Einträge zurück und erscheinen in keinem weiteren Lauf. Geräte, die noch auf ihre erste Bewertung warten, behalten ihre ungeprüften Checks.
Bilanz und Verlauf¶
Nach dem Lauf steht die Bilanz: „N von M Geräten eingerichtet", „davon N vollautomatisch", „N Checks angelegt", „N als tot entfernt", „N übersprungen", „N fehlgeschlagen", „Offen geblieben: …" — mit „Angelegte Hosts ansehen" und „Erneut einrichten". „Seit dem letzten Lauf: N neue unbehandelte Geräte" sagt, ob sich ein neuer Lauf lohnt. „Frühere Läufe anzeigen" listet die Bilanzen vergangener Läufe.
Anschluss¶
- Discovery — wo die Geräte herkommen; Netze finden, Scan-Profile
- Zugangsdaten-Sets — was der Lauf am Gerät probiert
- Agent — der Agent hinter „Agent installieren"
- Hosts anlegen — der manuelle Weg