Proxmox VE über die API überwachen¶
Vesana überwacht einen Proxmox-VE-Node über dessen REST-API auf Port 8006
mit einem API-Token. Auf dem Proxmox-Host läuft dabei kein Agent — die
Checks laufen im Modus active (der Vesana-Server fragt die API selbst ab; ohne
Aktiven Collector übernimmt der
Python-Fallback, der http_json-Checks ausführen kann).
Überwacht werden u. a.: API-Erreichbarkeit, Cluster-Quorum, Node-CPU/-RAM/-Disk, Anzahl laufender VMs und LXC-Container sowie Storages.
1. API-Token in Proxmox anlegen¶
Im Proxmox-Web-UI:
- Datacenter → Permissions → API Tokens → Add.
- Einen Benutzer wählen (z. B.
monitoring@pveoderroot@pam) und dem Token eine ID geben (z. B.vesana). Der vollständige Token-Bezeichner hat damit die Formbenutzer@realm!tokenid, also z. B.monitoring@pve!vesana. - Das einmalig angezeigte Secret kopieren und sicher ablegen — es wird danach nicht wieder angezeigt.
Der Token braucht Lese-Rechte. Weise ihm eine Rolle wie PVEAuditor am
Pfad / zu:
- Datacenter → Permissions → Add → API Token Permission, Pfad
/, dein Token, RollePVEAuditor.
Privilege Separation
Ist beim Token „Privilege Separation" aktiv (Standard), braucht der Token einen eigenen Permission-Eintrag wie oben. Ist sie deaktiviert, erbt der Token die Rechte seines Benutzers.
2. Proxmox-Profil in Vesana holen¶
Das fertige Profil „Proxmox VE (API)" liegt im Community Hub. Öffne Profile, durchsuche den Hub nach „Proxmox" und importiere das Profil. Es bringt die API-Checks bereits mit (API erreichbar, Quorum, Node-CPU/-RAM/-Disk, laufende VMs/LXC, Storages).
3. Host anlegen und API-Zugang hinterlegen¶
Lege einen Host an:
- Als Ziel die IP-Adresse oder den DNS-Namen des Proxmox-Node eintragen.
Damit füllt Vesana das
{host}in den Check-URLs (z. B.https://{host}:8006/api2/json/version). - Als Profil „Proxmox VE (API)" wählen.
- Im Abschnitt Zugangsdaten den Bereich API-Zugang öffnen und in die zwei Felder eintragen:
- Benutzer: die Token-ID,
benutzer@realm!tokenid(z. B.monitoring@pve!vesana) - Passwort / Geheimnis: das Token-Secret aus Schritt 1
Vesana setzt daraus den Proxmox-Auth-Header (PVEAPIToken=…) selbst zusammen und
sendet ihn bei jedem API-Check. Der Zugang wird verschlüsselt gespeichert.
Dieselbe Karte „API-Zugang" nimmt bei anderen Geräten (z. B. ESXi) statt eines
Tokens einen Benutzernamen mit Passwort auf — es ist derselbe Zugangsweg, nur
mit anderem Inhalt.
Bestandskunden
War an einem Host bereits ein Proxmox-Token hinterlegt, ist er nach dem Update automatisch in die Felder Benutzer/Passwort der Karte „API-Zugang" übernommen worden — nichts weiter zu tun.
Hinweise & Troubleshooting¶
- Self-signed-Zertifikat: Proxmox nutzt standardmäßig ein selbst signiertes Zertifikat. Die Checks des Profils akzeptieren das bewusst.
- „API erreichbar" ist CRITICAL mit 401/403 → Token oder Rolle stimmen
nicht. Prüfe Token-ID (inkl.
!tokenid), Secret und die zugewiesene Rolle (PVEAuditoram Pfad/). - 5xx bei „API erreichbar" → die Proxmox-API selbst ist gerade nicht gesund, nicht die Vesana-Konfiguration.
- Multi-Node-Cluster: Die Node-Gesundheits-Checks lesen standardmäßig den ersten Node. Zeige den Host auf den konkreten Node, den du überwachen willst, oder lege pro Node einen eigenen Host (mit demselben Token) an.
- Erreichbarkeit: Der Vesana-Server (bzw. der Aktive Collector) muss den Node auf Port 8006 erreichen — ggf. Firewall prüfen.
Backup-Überwachung¶
Das Profil enthält vier Backup-Checks (ab Bundle-Version mit Backup-Support):
- Backup failures (recent tasks) — zählt fehlgeschlagene vzdump-Backups in der jüngeren Task-Historie (clusterweit). Ein laufendes Backup zählt nie als Fehlschlag. Der Zähler sinkt erst, wenn der fehlgeschlagene Task aus der Proxmox-Task-Liste rotiert — bis dahin bleibt der Check WARNING.
- Backup warnings (recent tasks) — Läufe, die MIT Warnungen fertig wurden. Startet im Info-Modus: sichtbar, aber ohne Alarm.
- Guests without backup job — Gäste, die von keinem vzdump-Job erfasst sind. Sicherst du extern (z. B. Proxmox Backup Server im Pull-Modus oder Storage-Snapshots), passe die Schwelle an oder deaktiviere den Check.
- Backup jobs configured — reine Anzeige: Anzahl der angelegten
vzdump-Jobs (inklusive deaktivierter).
0heißt, es ist gar kein Backup eingerichtet.
Warum „mit Warnungen" kein Fehlschlag ist
Proxmox schließt einen Backup-Task mit OK, mit WARNINGS: n oder mit
einem Fehlertext ab. Als Fehler zählt Proxmox nur das Dritte — ein Lauf
mit Warnungen steht in der Task-Liste orange als „Warning: n", nicht rot.
Vesana zieht dieselbe Grenze: Warnungen landen im eigenen
Info-Modus-Zähler, nicht bei den Fehlschlägen. Typische Warnungs-Ursachen
sind ein nicht antwortender Gast-Agent, ein übersprungenes Volume oder ein
Hook-Script, das etwas meldet — das Backup selbst ist gelaufen.
Alle vier sind normale Profil-Checks — Schwellwerte, Intervalle und Aktiv-Schalter lassen sich pro Profil oder pro Host anpassen. Ein zeitbasierter Check („letztes Backup älter als X") ist über die REST-API nicht zuverlässig abbildbar und fehlt bewusst.